Archive for August, 2006

Home sweet Home

Man kann schon vom Titel her erkennen, dass ich es wieder heim nach Oesterreich geschafft habe. Eine genaue Zusammenfassung der letzten Tage folgt hier, nur im Moment fehlt mir sowohl die Lust als auch die Kraft das hier zu schreiben :)

Der superlativste Tag

Wenn man schon sein Blog mit Superlativen spickt, dann wenigstens superlativer als man das normalerweise macht. Das gibt einem auch die Moeglichkeit noch perfekter zu formulieren und ultimativere Leselust hervorzurufen. Das Museum of Modern Arts, das ich gestern 7 Stunden besichtigt habe, ist wahrscheinlich das besteste Mueseum der Welt. Man koennte undendlich und unendlicher in den Gaengen dieses Gebaeudes flanieren ohne dass einem die Langeweile den Spaß raubt. Ich habe ca. 100 Fotos gemacht, einen kleinen Auszug davon findet ihr auf flickr.

Um 1830 hab ich dann endlich mal Yves getroffen, sehr nett im West Village auf ein paar Bierchen gegangen, und irgendwann nachts dann in einem Untergeschoß einer Bar eine dermaßen tolle Live-Band gehoert, dass es zum Umfallen war. 12 Leute haben Musik vom allerfeinstesten von sich gegeben. Es gibt davon auch kleine Videos, die mich aber WordPress nicht online stellen lassen will. Sprich jeder der Videos will, soll dies in einem Kommentar verlautbaren, ich schicke euch dann den Link. Achja, als ich mit Yves die 14th Street(bei gruen) um ca. 1900 ueberquert habe ist eine Frau auf einem Fahrrad mit ca. 20 km/h einfach in mich reingefahren. Mich hat es ziemlich auf den Hosenboden gesetzt, und Yves hatte einen großen Schrecken und die Angst mir sei wirklich was schlimmes passiert. Es blieb aber nur ein blauer Fleck auf dem rechten Oberschenkel, der beim Draufdruecken weh tut. Jetzt denke ich mir, ich haette sie verklagen sollen, die alte Schlampe(Ich weiß garnicht, ob sie wirklich eine Schlampe ist, aber mir ist jetzt irgendwie nach Vulgaersprache)

Heute habe ich das Paradies auf Erden gesehen, zumindest fuer 51% der Weltbevoelkerung (naemlich die Frauen; ja es gibt mehr Frauen als Maenner) Ich war heute in SoHo durch die Gassen und Straßen ziehen, da gibt es Geschaefte wie Prada, Gucci, Luis Vitton, Chanel und viele viel mehr. Bei “Reiss” (hab ich noch nie was davon gehoert) hab ich mir dann um 40 Dollar ein Long Sleeve Shirt gekauft, das mir sehr gefaellt. Es war allerdings nur deswegen so guenstig, weil es um 70% runtergesetzt war. Da ich grade so in Kauflaune war, ersteigerte ich auch noch 4 T-Shirts um insgesamt 32 Dollar(Eigentlich hab ich sie nicht ersteigert, sondern erstanden, aber das ist auch egal. Wenn jemand glauben moechte, dass ich bei einer T-Shirt-Versteigerung war, so soll er das. Fuer alle anderen: “erstanden”). Sehr nett! Und dem noch nicht genug hab ich mir dann auch noch zwei Paar Schuhe gekauft, die zusammen 79.90 gekostet haben. Das Long-Sleeve Shirt war somit das teuerste :) Ich habe ebenfalls die Mutprobe bestanden: Nach langem Beobachten des Verhaltens der asiatischen Bewohner des Stadtteils Chinatown, bin auch auf das wahrscheinlich typischste(Juhu, da haben wir ihn wieder den Superlativ!) Lokal gestoßen, in dem man Nahrung(?) erwerben kann. Ich habe keine Ahnung was es war, was ich da gegessen hab, es war auf alle Faelle nicht schlecht. Die Teile im Hintergrund waren sehr komisch im Geschmack, aber wenn man sie in das schwarze links getunkt hat, war es genießbar. Auf alle Faelle ein Erlebnis.

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Hot, hotter, Hot Dog ?

Uffa, nach 3 anstrengenden Tagen wieder einmal Zeit ein wenig zu bloggen. Allerdings ist es hier so heiß dass ich wenig Lust verspuere meine Haende lange auf dem heissen Laptop zu lagern und viel zu tippen. Aus diesem Grund gibt es nur eine sehr kurze Zusammenfassung der letzten drei Tage:

Samstag: Nachdem ich sehr gut vegetarisch essen war, bin ich vor dem Fernseher eingeschlafen. Ist ja nach 2 Tagen nur jeweils 4h Schlaf auch kein Wunder

Sonntag: Frueh morgens motiviert, ausgeschlafen und erholt machte ich mich auf den Weg nach Harlem um dort eine Gospel Messe zu hoeren. Nun ja, diese Idee hatten auch andere Touristen und ich war ca. der 1290. ist der Schlange die um den gesamten Block ging. So einen Andrang wuenscht sich sicher die katholische Kirche in Europa auch einmal. Wahnsinn! Naja, nach einigem Warten und dem Beobachten, von unertraeglichen Deutschen, die staendig versuchten einen Platz in der Schlange zu gewinnen, indem sie sich gekonnt vorbeischummelten hatte ich es dann doch satt. Bevor ich den arroganten Schnoesel anschreien wuerde(in derbstem Wienerisch versteht sich natuerlich von selbst) entschied ich mich auf einen unspirituellen Tag und genoss ein Fruehstueck in Jimbos famous Hamburger Palace. Ein Kaeseomelette und ein großer Kaffee. Leider habe ich an diesem Tag meine Kamera vergessen, und so gibt es davon keine Fotos. War aber sehr lecker. Bin dann den Malcolm X Boulevard durch Harlem flaniert, Richtung Central Park. Dort dann knappe 7h lang 3 Baseballmatches angeschaut, die aeußerst spannend waren. Der folgende Dialog war der Beginn einer ueblen Schlaegerei auf dem Baseballfeld. Herrlich anzuschauen :)

  • What’s the score?
  • Count yourself?
  • It’s just a question!
  • Shut up!
  • Don’t tell me to shut up!
  • Shut up!!
  • Don’ disrespect me!!
  • Shut up!!!
  • If you say it again, I will hit you in your stupid face!!!
  • You won’t dare!!!
  • I will!!!
  • You won’t!!!
  • I will!!!!
  • Shut the fuck up!!!!

BAENG! und schon hatte er eine in der Fresse! Die Rufzeichen sind uebrigens ein Indikator der Lautstaerke der Unterhaltung. Die beiden Teams waren uebrigens sehr gut, und die kurze Unterbrechung brachte dem danach fortgesetzten Spiel keinen Abzug an Qualitaet. Die Angels haben uebrigens gewonnen. Im letzten Inning, durch einen fabelhaften Hit eines Fastballs. Am Abend dann mit Alan und der anderen, deren Namen ich immer vergesse, aber wir nennen sie immer Freddy, weil sie aussieht wie die Queen, (Das ist jetzt zwar ein wenig um die Ecke gedacht, beschreibt aber genau den Humor den Alan und ich hier pflegen. Sehr amuesant.) in einen Pub gegangen und ein paar Bierchen vernichtet. Sehr netter Pub den Alan und ich auch gestern aufgesucht haben, aber dazu spaeter.

Montag: Ich entschied mich doch fuer eine 17 $ teure Faehrenfahrt zur Statue of Liberty und Ellis Island(diese Insel herbergte bis in die 50er Jahre die Immigrationsstelle von New York City) Statue war maeßig interessant aber Ellis Island war grandios. Der Besuch des Museums mit Audioguide ist sehr empfehlenswert. Abends dann mit Alan und nfb(Wir wissen nicht wie sie heißt wir nennen sie: the non-fat-blonde, denn es gibt noch eine very-fat-blonde(die nennen wir uebrigens “beep-beep”, wie das entstanden ist, hab ich vergessen)) vom chinesen ein aeußert schmackhaftes Curry geholt(Juhuu ich hatte zum ersten Mal Reis aus so einer kleinen Pappbox) und es verzehrt. Bei 30Grad ist uebrigens “spicy” food nicht zu empfehlen, wenn man etwas gegen Schwitzen hat. Auch gleich ein Six-Pack Sam Adams geholt, und schnell eines gekippt um uns danach mit Australiern bei einem anderen Hostel zu treffen um irgendwo abzuhaengen. Mit uns ging auch the-man-who-never-laughs aus London. Die Australier (einer hieß “Bagel” oder so, deswegen haben wir die anderen “Muffin”, “Donut” und “Brownie” getauft)waren die duemmsten Menschen ever. Sind 2 Stunden rumgelatscht, bis wir dann in einem Pub 2 Blocks von unserem Hostel gelandet sind. War aber dann doch recht nett, wir haben uns halt einen Spaß mit ihnen gemacht. Da nfb heute morgen ausgecheckt hat, sind wir relativ frueh ins Hostel zurueck, dort ein Bierli noch fuer uns und X-Files geschaut. Um 0100am mussten wir dann denn Fernsehraum verlassen, aber Alan und ich entschieden uns noch fuer ein schnelles in unserem Pub :) Der Bartender erkannte uns sofort vom Vortag und gab uns das Bier, das wir schon hatten, und machte uns aus einem unerfindlichen Grund sogar einen besseren Preis mit 3 Dollar pro großes Bier. Sehr nett auf alle Faelle, denn auch um 0200am (Sperrstunde) warf er uns nicht raus sondern genehmigte uns noch 2 Bier und meinte “Take your time, don’t hurry”. Sehr nett, alles in allem.

Dienstag: Da es heute ca. der zweitheisseste Tag der Geschichte von NYC war, wir haben 100°F erreicht( 37.77777777777778° Celsius) haben Alan und ich uns heute morgen fuer einen zweiten Strandtag entschieden. Sehr heiß, sehr angenehm. Ich war sogar im Wasser. Leider am Baeuchlein bisschen unvorsichtig eingeschmiert, und einen leichten Sonnenbrand davongetragen. Sollte aber nicht allzu schlimm sein. Nach Braten in der Sonne und sehr viel Wasser und Gatorade(es stimmt, es squeezed den thirst wirklich hervorragend, sind wir dann heim, und Alan ist ausgecheckt, weil er in ein anderes Hostel gezogen ist.) Wir treffen uns Freitags wieder fuer unser geplantes Mets-Game, das wir unbedingt anschauen wollen. Ich werde heute nur noch Fernsehen und mal nicht ausgehen. Ich muss mich von der Sonne erholen :) Morgen soll uebrigens der heißeste Tag der Geschichte von New York ueber die Buehne gehen. Auf www.weather.com fand ich flogendes Zitat:

Record or near-record heat will blister much of the Northeast tomorrow. In some locations, all-time records could be challenged. Heat indices will soar to extremely dangerous levels, perhaps reaching 115 to 120 degrees in the hottest spots. While highs in the 90s will be widespread, maxima reaching or exceeding the century mark will extend from southern New England southward through eastern Virginia. All of the major cities along the Eastern Seaboard can expect to broil in 100-degree readings.

Das ist genau der richtige Tag um endlich nach Chelsea zu gehen, mir SoHo anzuschauen und mir endlich meine Schuhe zu kaufen, die ich schon die ganze Zeit will. Wenn mir wirklich zu heiß wird, dann setz ich mich einfach in ein klimatisiertes Fast-Food-Teil, die kuehlen eh bis auf 15 Grad runter.

Fotos sind auch 96 neue online(die Maedels am Strand habe ich fuer Alan abfotographiert) Eines von jedem Tag, damit man direkt zu den Sets kommt(warum nur 2? weil ich sonntags vergessen habe)

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