Archive for July 17th, 2006

The conference has started

Samstag ist noch ein sehr netter Tag geworden; dem Internet sei dank. Mit zwei Kollegen, die die selbe Unterkunft hatten, wurde ein abends Ausflug ins Viertel hinter Harvard& MIT organisiert und durchgefuehrt. Nun ja, was soll man da berichten: Wenn die Amis fuer ein “Tofu Sandwich” 5.50$ kassieren, dann bekommt man das in good old Australia (“from which city, I don’t know Vienna, and I’ve been there twice…”) als 1.50€ teures Dürüm vom Vortag serviert. Naja wenigstens “Fries” gabs dazu. Aber soviel kann ich jetzt schon mitteilen(obwohl das sicher niemanden interessiert): Das Essen schmeckt nicht nur Scheisse, es produziert derer auch eine dem fluessigen Aggregatszustand zugehoeriger. Das Entledigen derer auf amerikanischen Toiletten(“rest rooms”, wie wenn man dort ewig bleiben wollte…) ist definitiv nicht empfehlenswert.

Gestern startete offiziell die Konferenz: Aufstehen um kurz nach 0600, schnelle Abenteuerdusche(Ich werde das System besiegen), 45 Minuten Anfahrt zum World Trade Center of Boston (Ist das jetzt eigentlich ein Pleonasmus?) endlich um 0730 das erwartete Registrieren und melden fuer meinen Volunteerdienst. Nun ja, die Leute hatten auch nicht wirklich den absoluten Megaplan wie hier alles laeuft und so blieb mir Zeit die eintrudelnden Besucher genauer unter die Lupe zu nehmen. Neunzehn Zwanzigstel der Attendees sind Maenner oder zumindest Individuen die wie solche aussehen. Das restliche Zwanzigstel sind Frauen, oder Maenner bei denen ich mir nicht ganz sicher bin. Leider hab ich gestern bei dem großen Registrierungsansturm meine Digicam vergessen, weil ich nehme nicht an dass ihr mir das glauben werdet, es ist aber wirklich so. Außerdem schauen alle aus wie totale Nerds. Die meisten sind sich (denk ich) jedoch selbst treu und sind ihrerselbst auch solche. Mein erstes betreutes Tutorial erwies sich als durchaus gemuetlich, die Leute waren nett, der Vortrag langweilig und schlecht, und ich hatte nichts zu tun. Also raus um 1100 aus dem Raum, Wolfgang treffen und die Hiobsbotschaft hoeren: Sein Laptop sei in der Frueh eingegangen und nur noch im abgesicherten Modus startbar (aber auch das nur begrenzt). Gott sei Dank war es ihm moeglich den Vortrag noch zu retten, jedoch wurden wir in unserer moeglichen Arbeitszeit sehr beschnitten. Wolfgang hat dann den gesamten gestrigen Tag/Abend probiert mit meinem Laptop, den ich ihm ueberlassen habe, versucht zu retten was zu retten war, jedoch ist bei mir kein aktuelles Office auf der Windows-Partition, außerdem, wie es scheint, einige Viren :) , doch ich greife schon wieder vor… Nachdem wir uns nach einem eher bescheidenen Mittagessen wieder getrennt hatten, machte ich mich nach einem kleinen Spaziergang durch Downtown und Theaterviertel wieder auf in meinen Lieblingspark, in der Hoffnung wieder ein Baseballteam bestaunen zu koennen. Nun so ergab es sich dann auch, doch nur nicht mit Baseball sondern Softball(Ich glaube der Unterschied ist, dass man den Ball nur auf eine spezielle Weise hinschupfen darf). Matchwinnerin war dieses mal das Team in den hellblauen Shirts, denn die etwas beleibtere Dame vom gelben Team es nicht geschafft hat den Ball zu fangen. Irgendwann hat das das blaue Team ueberrissen und ihn nur noch zu ihr geschlagen. Ich haette sie schon laengst rausgehaut, so schlecht war die. Matchwinnerin war glaub ich eine aus dem blauen Team die immer links außen stand. Sie hat ziemlich am Schluss einen anscheinend schweren Ball gefangen, und somit das Spiel entschieden. Genau kann ichs aber nicht sagen, denn ich bin zwischendurch fuer eine knappe 3/4h eingenickt :) Danach Heimweg wieder mit Spaziergang verbunden. Abends wollte ich eigentlich nochmals ausgehen, konnte mir aber aufgrund fehlender Ressourcen(Laptop) nichts ausmachen. War jedoch auch nicht schlimm, denn ich war aufgrund des Jet-Lags extrem muede. Hatte noch sehr sehr interessante Unterhaltung mit einem Asiaten der auch bei mir im Appartement wohnt und in Canada studiert. Er wollte unbedingt unser Paper sehen, da er auch im Web Bereich taetig ist. War sehr nett mit anderen Studenten ueber Research zu plaudern. Tja und dann bin ich im Bett um 1800 eingenickt, und erst wieder um 2100 aufgewacht. Zum alleine Ausgehen war ich dann doch zu faul, und so entschloss ich mich zu Lesen und fruehem Einschlafen, was aber sowieso gut war, denn musste wieder um 0630 aufstehen um meine naechste Schicht zu beginnen. Damit kommen wir jedoch eigentlich schon zum

Montag: Gleiches wie sonntags, nur in verringeter Anzahl (Maenner, Frauen, Nerds). Auch der Vortrag den ich diesmal gehoert habe, war nicht wirklich berauschend, jedoch von einem Deutschen gehalten der anscheinend an der Uni in Innsbruck arbeitet Zu Mittag dann mit Wolfgang nochmals Vortrag und weitere Vorgehensweise aufgrund des nicht vorhandenen Laptops besprochen, er musste jedoch zu seinem zweiten Volunteereinsatz, waehrend ich hier sitze und tippe. Auch ich werde mich bald auf den Weg machen, denn um 1800 findet ein kleines Buffet fuer alle Konferenzteilnehmer statt, und das moechte ich auf alle Faelle besuchen. Vielleicht dort nochmal die genau Anzahl der Mitlglieder diverser TeilnehmerInnenklassen eroieren.(Note: Digicam nicht vergessen). Jetzt mache ich mich auf zum Prudential Gebaeude, auf das man hinauffahren kann, und froehne meiner Hoehenangst. Achja, warum lieg ich so oft im Park: Keine Wolke am Himmer und ueber 90° (~32° Celsius). Eigentlich wollte ich das garnicht schreiben, aber jetzt aerger ich mich grad wieder so, dass es doch notwendig ist: Die spinnen, die Amerikaner. Die kuehlen jeden Raum auf 12-15 grad(Celsius) runter. In der Nacht ist mir regelmaeßig eiskalt, denn sie liefern ja nur sheets. Sollte irgendein ein Schlaumeier jetzt auf die Idee kommen, ich solle doch die Klimaanlage raufdrehen, so fuehle er sich verstanden, jedoch koennen vor lachen. Die GESAMTE Klimaanlage ist Geschoßweise (hat jedoch nichts mit Handfeuerwaffen oder aehnlichem zu tun) geregelt und wird vom Portier oder dem Mann im Hintergrund gesteuert. Die absolute Perversion ist jedoch die Klimatisierung der Ubahnen(a propos Ubahn: ein Bericht ueber dieses Unding kommt morgen, sollte ich dafuer Zeit finden): Durch den Ausstoß der heißen Luft aus den Waggons hat es in den Subway Station ca. 45° (Celsius) was einem Temperaturunterschied von 30°(Celsius) fuehrt wenn man einsteigt. Eine Lungenpleumonie (Pleonasmus?) also vorprogrammiert.

—Einschub: Grade ging der vermeintlich Deutsche aus Innsbruck an mir vorbei, hoffentlich liest der nicht mein Blog denk ich mir grade, denn ueber die Kritik wird er nicht gluecklich sein. Naja so schlimm wars eh nicht …

Back to “Klimaanlage”: Auf alle Faelle nervig und ausserdem die totale Energieverschwendung in meinen Augen. Weiß jetzt auch warum George W. dem Kyoto-Protokoll nicht zustimmt. In seinem Oval-Office hats wahrscheinlich auch angenehme 16°(Celsius) und so wird er von der Erderwaermung wahrscheinlich garnichts mitbekommen!

—Anmerkung: Den letzten Absatz haett ich mir eigentlich sparen koennen, aber mag ihn jetzt auch nicht wegloeschen. Mach mich jetzt langsam auf den Weg Richtung Sight-Seeing, denn ist schon spaet :P


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