Erste Schritte erfolgreich bewaeltigt. Nachdem in Wien 2h und in Barcelona 1h Verspaetung (danke Iberia fuer einen gratis Snack in 6h Flughafen) bin ich dann doch gluecklich und mit Gepaeck in Madrid gelandet. Doch dort auch natuerlich wieder das alte Spielchen: Dass vom Terminal 4 kein Zug in die Innenstadt fuehrt wusste ich ja, aber dass er in den Sommermonaten zwischen zwei Stationen ausfaellt, war mir neu
Also Schienenersatzverkehr in Madrid; auch was nettes, haette ich ohne Intuition nie gefunden aber die klugen Iberer haben ja “SE” fuer mich drauf geschrieben
Madrid: geil! Die Wiener-Maedels kommen weder in Qualitaet und schon garnicht in Quantitaet an die madrilenischen heran. Naja aus “kurzem Rausschauen” ins Madrider Nachtleben wurde dann doch ein Trip bis 0400. Naja, ich musste ja nicht um 0700 aufstehen
(achja Volker: die Band war Sugarbabes, mir ist es dann endlich im Flugzeug eingefallen). Da man sich in den Staaten den Wein sowieso nicht leisten kann, hab ich auch gleich in Madrid meine Diaet gebrochen und ein paar kleine Bier getrunken. Ich weiß jetzt was mir abgegangen ist …
Flug: Lang aber ok. Bis auf den Sitznachbarn der frisst wie ein Schwein, schnarcht wie ein Loewe und furzt wie ein Iltis …
NYC: großer Flughafen: Eigener Zug der staendig zwischen 9 Terminals im Kreis faehrt und keinen Fahrer hat; weil ich viel Zeit hatte, hab ich es mir gegoennt eine Runde zu drehen, war aber dann doch nicht so begeistert wie ich mir das anfangs gedacht hab. Bleibt halt doch nur ein Flughafen und bis auf das Logo schauen die Flugzeuge auch alle ziemlich gleich aus). Gut dass ich meinen Koffer zufaellig am Foerderband gesehen habe, er sollte eigentlich direkt nach Boston. Nach kurzem, unkompliziertem Re-CheckIn (klingt komisch, heißt aber so) dann nach Boston in ziemlich kleiner Maschine (30 Leute) Auch sehr angenehmer Flug vor allem weil Pilot, den Spielstand des RedSox Spiels durchgesagt hat. Fand das einfach lustig
Boston: Sehr schnell ans Gepaeck gekommen, Taxi und ins Quartier. Taxifahrer hat mich natuerlich beschissen, aber mir dafuer alle Sehenswuerdigkeiten erklaert an denen wir vorbeigefahren sind. (Und ich glaub er hat nicht viele ausgelassen). Bei manchen hab ich mir schon gedacht ob ich ihn auf deutsch beschimpfen soll, weil ich nur noch muede war, aber ich habs dann doch gelassen.(Er meinte vor all den Wolkenkratzern: This is Downtown, there are very large buildings). Quartier hab ich dann auch gleich gefunden, der Typ war saufroh dass ich schon um 0030am angekommen bin und nicht erst um 0200 am und so zahl ich vielleicht eine Nacht weniger.(Er war so froh dass er den Freitag Abend dann genießen konnte.) Wollte eigentlich dann noch Internet installieren, war aber zu faul nochmal zur Rezeption zu gehen und mir einen Login Key abzuholen. Deswegen erst heute Nachmittag nach meinem ersten Rundgang erledigt. Noch ist niemand mit mir im Zimmer(wir haben zu 4. so ein kleines Appartement wo jeder ein extra Zimmer hat) und ich kann unbegrenzt und ewig ins Netz. Wie weit das die naechsten Tage moeglich ist, wird sich zeigen. A propos Appartement, ich wohne sehr sehr schlicht aber echt ok. Also die Moebel sind alle ziemlich billig dafuer stabil (Stahlbett zB). Bad ist auch ok, nur dass das Wassersystem hier ein anderes ist. Irgendwie sind die Amis (oder nur die Ami-StudentInnen) Binaermenschen. Also das Wasser laeuft, oder es laeuft nicht. Es ist entweder kalt oder brennheiß. Abstufungen gibt es keine. So war die erste Dusche ein Hin- und Hergehuepfe zwischen heißem fließenden und kaltem Nichfließenden Wasser.(Das klingt jetzt komisch, aber die Schalter sind eigentlich nur einer, und wenn man da dreht ists wie bei Gluecksrad: Man weiß nie was als naechstes kommt).
Danach mal reingefahren in die Innenstadt und dort geschaut wo all die Locations fuer mein erstes morgiges Arbeiten sind, und mal bisschen Stadtflair genießen. Sehr schoene Stadt, eigentlich sehr sauber, nicht unbedingt laut, wenn nicht alle Menschen so eine widerliche Sprache sprechen wuerden, koennte man fast meinen man sei in Europa.(bis auf die Amischlitten). War viel spazieren, dann auch eine kleine Pause im Park bei der ich einem Highschool Baseball spiel zugeschaut hab.(sogar im Jugendniveau sehr spannend, meine Symphatie galt dem Team mit den blauen Shirts und den weißen Hosen; leider haben die anderen aufgrund zweier Spitzenschlaege im letzten Inning gewonnen). Danach gemuetlich heimflaniert, den ersten großen Supermarkt in den Staaten besucht, und mich um meinen Login gekuemmert. Nun sitz ich hier, und eigentlich koennt ich jetzt nur noch ueber das Schreiben was ich grade schreibe, das wuerde mich aber in eine Endlosschleife bringen, und dafuer hab ich heute irgendwie keine Lust.(Da faellt mir grade Turing ein, ob der ueber sowas schon mal nachgedacht hat ?)
Zum Abschluss noch ein paar Tips was man alles auf so einer Reise tun oder nicht tun sollte bzw. einfach ein paar Tips:
- Wenn jemand “Sir?” ruft, dann gilt es 100% dir, und du kannst dir sicher sein, dass du irgendwas betreten hast, was du eigentlich nicht solltest.(Besondere Vorsicht auf Flughaefen, Haeusern die interessant ausschauen, Straßen wo ein kleiner Schranken ist, …)
- Wunder dich nicht, dass die Autofahrer sehr spaet bei einer roten Ampel bremsen (oder auch nicht!)
- Versuche nicht mph in km/h umzurechnen. Wenn irgendwo “Speed Limit 45″ steht und der Tacho 80 anzeigt, mag die Umrechnung zwar beruhigend wirken, stimmen tut sie trotzdem nicht.
- “We provide dark-rooms” hat nichts mit den in Europa bekannten Sex-Shop-Locations zu tun, sondern bezieht sich auf die Labore der “University School of Photography”.
- Gib amerikanischem Kaffee keine Chance: Hau dir etwas Pril in schmutziges Wasser, das Ergebnis ist weitaus schmackhafter!
- Versuche nicht deinen leeren Dunking-Donuts-Becher in blaue Kaesten mit der Aufschrift US Postal Service zu werfen.
- Bieg nicht einfach rechts ab; frag dich vorher warum da nur Dim-Sum Schilder haengen und alle Menschen hier mit Plastiksackerln mit roten Drachen rumrennen
- Wenn irgendwo steht “Ticket 1.25$” ist es nicht mehr notwendig beim Fahrer der Metro nachzufragen wieviel das Ticket kostet.
- “Schaust grad?” ist eigentlich eine Frage nach der “Shaw’s Card”, die anscheinend irgendeinen Rabatt im Supermarkt bewirkt.
- “Mountain Dew” kann geschmacklich keine Berge versetzen.